Globale Hungerkrise

Die Welt hat genug. Für jedes Kind.

Mehr als 295 Millionen Menschen litten 2024 an akutem Hunger. Nicht weil es keine Lösungen gibt. Weil Hunger durch Kriege, Klimaextreme und wirtschaftliche Schocks immer wieder neu entsteht.

World Vision ist dort, wo die Not am größten ist. Mit Nahrungsmittelhilfe, die sofort wirkt. Mit Projekten, die langfristig tragen. Gemeinsam mit dir.

Steigende Preise. Leere Teller.

Wer wenig hat, zahlt am meisten. Laut dem World Vision PriceShock Report sind Nahrungsmittelpreise in ärmeren Ländern seit Jahren stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Neun der zehn Länder mit den höchsten Lebensmittelpreisen im Verhältnis zum Lohn liegen in Afrika südlich der Sahara.

Für Familien, die ohnehin kaum Reserven haben, bedeutet das: Eine Preissteigerung von zehn Prozent kann reichen, damit Kinder hungern. Das ist keine abstrakte Statistik. Das ist der Alltag von Millionen Menschen.

Hungerhilfe braucht mehr als Nahrung

Wir schulen Bäuerinnen und Bauern in klimaresistenter Landwirtschaft. Wir pflanzen Bäume, die Böden schützen und Erträge sichern. Wir fördern Einkommen, damit Familien Krisen standhalten können.

Denn Hunger kehrt zurück, wenn die Ursachen bleiben. Unser Ansatz verbindet beides: sofortige Nothilfe und langfristige Entwicklung. Gemeinsam, mit dir.

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Mehr als 295 Millionen Menschen in 53 Ländern leiden an akutem Hunger.

37,7 Millionen davon sind Kinder unter fünf Jahren.



Dürren, Überschwemmungen, Ernteausfälle.

Klimaextreme treffen jene am härtesten, die ohnehin am wenigsten haben.



Kriege zerstören Felder, unterbrechen Lieferketten und vertreiben Familien.

Die Folge: Lebensmittelpreise steigen. Rationen werden kleiner.



Wie World Vision hilft

Ernährung sichern

Wir sind dort, wo Hunger am schlimmsten ist. Mit Nahrungsmittelhilfe, die sofort ankommt. Mit Schutzprogrammen für Kinder. Mit Unterstützung für gefluchtete Familien, die alles verloren haben.
Nicht nur in der Notlage. Auch danach.

Kinder im Fokus

Kinder stehen bei uns im Mittelpunkt. Immer. Wir verteilen therapeutische Aufbaunahrung für schwer mangelernährte Kinder und schulen Eltern in gesunder Ernährung. Wir geben Familien Saatgut und Tiere, damit sie sich langfristig selbst versorgen können.

Zusammenarbeit

Gemeinsam wirkt mehr. Seit über 30 Jahren sind wir einer der größten humanitären Partner des Welternährungsprogramms der UNO (WFP). Diese Partnerschaft ermöglicht koordinierte Hilfe in den schwierigsten Regionen der Welt. Schneller. Weiter. Nachhaltiger.

Häufig gestellte Fragen

Rund 295 Millionen Menschen in 53 Ländern litten 2024 unter akutem Hunger. Das entspricht fast der dreifachen Einwohnerzahl Deutschlands. Gleichzeitig hungern 673 Millionen Menschen dauerhaft – sie können sich keine ausreichende Ernährung leisten. Kinder trifft die Krise am härtesten: Weltweit sind über 37 Millionen Kinder akut mangelernährt und auf medizinische Behandlung angewiesen.
 
Was bedeuten diese Zahlen im Alltag? Hunger bedeutet, dass Kinder nicht zur Schule gehen können, weil ihre Körper zu schwach sind. Hunger bedeutet, dass Mütter zwischen Nahrung für sich und für ihre Kinder wählen müssen. Hunger bedeutet, dass Familien Saatgut essen, das eigentlich für die nächste Ernte gedacht war.
 
Diese Krise hat sich in den letzten Jahren massiv verschärft: Die Zahl der akut hungernden Menschen hat sich seit 2016 verdreifacht. 2025 wird sie laut WFP auf bis zu 318 Millionen ansteigen – sofern die internationale Hilfsfinanzierung weiter sinkt.

Hunger entsteht selten aus einem einzigen Grund. Fast immer treffen mehrere Faktoren gleichzeitig aufeinander und verstärken einander.
 
Konflikte und Krieg
In 20 Ländern ist Krieg der wichtigste Hungertreiber. Kämpfe zerstören Ernten, Märkte und Transportwege. Millionen Menschen fliehen und verlieren ihren Zugang zu Land und Saatgut. Im Sudan treibt ein brutaler Bürgerkrieg die weltweit größte Hungerkrise: Über 21 Millionen Menschen sind dort akut auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Manchmal wird Hunger auch bewusst als Kriegswaffe eingesetzt – was nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen darstellt.
 
Klimawandel und Extremwetter
El Niño brachte 2023/2024 die schlimmste Dürre im südlichen Afrika seit 100 Jahren. Im südlichen Afrika riefen fünf Länder den nationalen Notstand aus. Gleichzeitig verursachten Überschwemmungen in Südasien Ernteausfälle in Milliardenhöhe. Der Klimawandel trifft immer härter – und er trifft zuerst die, die am wenigsten zu ihm beigetragen haben.
 
Wirtschaftliche Schocks und steigende Preise
Inflation, Währungsverfall und gestörte Lieferketten treiben die Lebensmittelpreise in armen Ländern in die Höhe. In fast der Hälfte aller Niedrigeinkommensländer ist die Nahrungsmittelinflation noch immer über 5 Prozent. Für Familien, die ohnehin jeden Cent umdrehen müssen, ist das existenzbedrohend.

Die schlimmsten Hungerkrisen der Welt sind heute klar lokalisierbar. Zwei davon haben eine amtliche Hungersnot ausgerufen – eine Klassifikation, die höchste UN-Standards erfüllen muss.
 
Sudan – die weltgrößte Hungerkrise
Seit April 2023 tobt im Sudan ein brutaler Bürgerkrieg. Über 21 Millionen Menschen leiden unter akutem Hunger. Hungersnot wurde in mehreren Regionen amtlich bestätigt – darunter El Fasher und große Vertriebenenlager. Mehr als 12 Millionen Menschen sind auf der Flucht. World Vision ist im Sudan aktiv und leistet gemeinsam mit lokalen Partnern Nothilfe.
 
Jemen – über ein Jahrzehnt Krieg und Hunger
Im Jemen leidet fast die Hälfte der Bevölkerung unter akutem Hunger – das sind rund 17 bis 18 Millionen Menschen. 2,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt.
 
Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Nigeria
In Afghanistan sind je nach Jahreszeit bis zu 17 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Die DR Kongo und Nigeria zählen mit jeweils mehr als 25 Millionen Betroffenen zu den größten Hungerkrisen der Welt. Im südlichen Afrika hat El Niño Millionen Haushalte in eine schwere Ernährungskrise gestürzt.
 
World Vision ist in vielen dieser Länder aktiv – mit Nothilfe, Ernährungsprogrammen und langfristiger Unterstützung für Familien, die sich wieder selbst versorgen können.

Diese Unterscheidung klingt technisch – aber sie ist wichtig, weil sie bestimmt, welche Art von Hilfe gebraucht wird.
 
Akuter Hunger: Sofortiges Handeln ist nötig
Akuter Hunger tritt plötzlich ein – ausgelöst durch Krieg, Dürre oder Wirtschaftscrash. Menschen haben dann oft für Tage oder Wochen kaum etwas zu essen. Wenn nichts unternommen wird, sind Menschenleben in Gefahr. Die internationale Gemeinschaft misst akuten Hunger mit dem IPC-System (Integrated Food Security Phase Classification), einer Skala von 1 bis 5. Ab Stufe 3 spricht man von einer Krise, bei Stufe 5 von einer Hungersnot. 2024 befanden sich knapp 2 Millionen Menschen in der schlimmsten Kategorie.
 
Chronischer Hunger: Strukturelle Armut als Ursache
Chronischer Hunger ist stiller, aber nicht weniger zerstörerisch. Er entsteht, wenn Menschen über lange Zeit – Monate oder Jahre – zu wenig essen. Nicht genug Kalorien. Zu wenig Vitamine und Mineralstoffe. Kinder, die chronisch hungern, wachsen langsamer, lernen schlechter und werden häufiger krank. Rund 673 Millionen Menschen weltweit sind chronisch unterernährt.
 
Nothilfe allein löst das Problem nicht. Sie rettet Leben. Aber dauerhaft verändern sich die Dinge erst, wenn Familien Zugang zu eigenem Land, Wasser, Bildung und Einkommen haben. Genau deshalb verbindet World Vision Soforthilfe mit langfristiger Entwicklungsarbeit.

Es gibt kein Wundermittel gegen Hunger. Aber es gibt Methoden, die nachweislich funktionieren – und die World Vision seit Jahrzehnten einsetzt.
 
Lebensrettende Nothilfe
In akuten Krisen zählt jede Stunde. World Vision kann innerhalb von 24 bis 72 Stunden Nahrungsmittelpakete und therapeutische Fertignahrung für schwer mangelernährte Kinder liefern. Diese Fertignahrung – eine nährstoffreiche Erdnusspaste – rettet schwer mangelernährte Kinder mit über 90 Prozent Heilungsrate. Allein 2024 behandelte World Vision über 180.000 Kinder in 15 Ländern wegen schwerer Mangelernährung. Über 86 Prozent erholten sich vollständig.
 
FMNR: Wenn Wüsten wieder grün werden
Farmer Managed Natural Regeneration (FMNR) ist eine von World Vision mitentwickelte Methode zur Wiederherstellung degradierter Böden. Bäume, die im Erdreich noch wurzeln, werden durch gezieltes Beschneiden zur Regeneration gebracht – ein unterirdischer Wald erwacht neu. Das Ergebnis: Im Niger wurden so über 6 Millionen Hektar Land wiederhergestellt, Ernteerträge haben sich verdoppelt. Die Methode kostet nur rund 14 US-Dollar pro Hektar – und wirkt langfristig. World Vision hat in 27 Ländern mit FMNR über 6 Millionen Menschen direkt erreicht.
 
Gemeinsam stärker: Lokale Partnerschaften
World Vision arbeitet immer gemeinsam mit lokalen Gemeinden, Behörden und Partnern vor Ort. Nicht für Menschen – sondern mit ihnen. Weil nachhaltige Veränderung nur dann gelingt, wenn die Menschen selbst Akteure ihres Wandels sind.

Du fragst, ob du wirklich etwas verändern kannst. Die Antwort ist ja – und sie ist konkreter, als du vielleicht denkst.
 
Jede Spende zählt – und kommt an
Schon mit einer einmaligen Spende ermöglichst du ganz konkrete Hilfe.
 
Gemeinsam langfristig wirken
Mit einer monatlichen Spende oder einer Kinderpatenschaft ermöglichst du nicht nur kurzfristige Hilfe, sondern nachhaltige Veränderung. Eine Patenschaft verändert nicht nur das Leben eines Kindes – sie verändert eine ganze Gemeinschaft. Für jedes Patenkind profitieren im Schnitt vier weitere Kinder.
 
Dein Geld arbeitet effizient
World Vision Österreich legt offen, wohin deine Spende fließt. Nach Informationen von spendeninfo.at fließen rund 89 bis 92 Prozent der österreichischen Spenden direkt in Programme. Katastrophenspenden fließen ins weltweite WFP-Netzwerk, wo laut World Vision International 86 Prozent der Mittel in Programme investiert werden.

Diese Frage stellen sich viele. Und sie ist berechtigt – angesichts von Zahlen, die Jahr für Jahr größer werden. Aber: Ja. Es gibt echten Grund zur Hoffnung.
 
Was bereits funktioniert
In Ländern, die von Krieg und Extremwetter verschont blieben, ist Hunger in den letzten Jahrzehnten massiv zurückgegangen. Asien hat die Rate der Unterernährung seit 2000 halbiert. Wo Frühwarnsysteme greifen, kann Hilfe rechtzeitig anlaufen – und jeder früh investierte Dollar spart laut Forschung bis zu 2,80 Dollar an späterer Katastrophenhilfe. Farmer Managed Regenerated (FMNR) hat in Niger und anderen Ländern degradiertes Land in fruchtbare Felder verwandelt. Und über 40 Millionen Kinder wurden seit 2001 mit therapeutischer Fertignahrung gerettet.
 
Was sich ändern muss
Hunger ist kein Schicksal. Er entsteht durch Krieg, ungerechte Strukturen und fehlenden politischen Willen. Wenn Konflikte enden, wenn Klimaanpassung gefördert wird und wenn humanitäre Hilfe ausreichend finanziert bleibt, dann ist eine Welt ohne Hunger nicht nur denkbar – sie ist machbar.
 
World Vision arbeitet genau daran. Täglich. In über 100 Ländern. Gemeinsam mit Millionen Menschen vor Ort – und mit Menschen wie dir, die die Welt nicht gleichgültig lässt.