Afghanistan

Nothilfe für Kinder in einer der schlimmsten humanitären krisen der Welt

Afghanistan gehört zu den schlimmsten humanitären Krisen der Welt. Nur in Sudan und Jemen sind noch mehr Menschen in akuter Not. 21,9 Millionen Afghaninnen und Afghanen brauchen Hilfe, das ist fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung. Sie leiden unter Hunger und Dürre, unter Erdbeben und Massenabschiebungen und unter dem systematischen Ausschluss von Mädchen und Frauen aus dem öffentlichen Leben.

World Vision ist seit 2001 in Afghanistan. Wir bleiben. Wir helfen.

Ein Land, das nicht zur Ruhe kommt

2025 war eines der härtesten Jahre in der jüngeren Geschichte Afghanistans. Zwei schwere Erdbeben töteten über 2.200 Menschen. Fast drei Millionen Afghaninnen und Afghanen wurden aus Iran und Pakistan deportiert. Und das sechste Dürrejahr in Folge ließ Ernten im ganzen Land verdorren. Gleichzeitig dürfen Mädchen nach wie vor keine weiterführende Schule besuchen. All das trifft eine Bevölkerung, die längst an ihre Grenzen gestoßen ist.
Die Zahlen machen das Ausmaß greifbar: 17,4 Millionen Menschen sind akut von Ernährungsunsicherheit betroffen. 4,7 Millionen davon befinden sich in einer echten Notlage. Und 3,7 Millionen Kindern unter fünf Jahren droht akute Mangelernährung.

„Die Menschen in Afghanistan sind müde. Müde von dieser nie endenden Krise auf Krise, der sie mit immer weniger Hilfe von außen begegnen müssen.“
— Thamindri De Silva, National Director, World Vision Afghanistan

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Erdbebenserie 2025: Wenn der Boden unter den Füssen bebt

Afghanistan liegt an der Kollisionszone dreier tektonischer Platten und wird jedes Jahr von über 300 Erdbeben der Stärke 4+ erschüttert. Die meisten Häuser sind nicht für solche Belastungen gebaut, und viele Familien haben längst keine Reserven mehr, um sich von der nächsten Katastrophe zu erholen.

Fast drei Millionen Menschen auf der Flucht nach Hause

2,9 Millionen Afghaninnen und Afghanen kehrten 2025 aus Iran und Pakistan zurück. Die meisten nicht freiwillig. Seit Ende 2023 sind es insgesamt 5,4 Millionen, fast zehn Prozent der gesamten Bevölkerung. 60 Prozent davon sind Frauen und Kinder. Sie kommen ohne Ersparnisse, ohne Besitz und ohne Netzwerk in eine Heimat, die viele seit Jahren nicht mehr gesehen haben.

„Es bricht einem das Herz. Kinder kommen verstört an, desorientiert. Viele wissen nicht einmal mehr, wo „zuhause“ ist. Kein Dach, kein Essen, keine Sicherheit.“
— Thamindri De Silva, National Director, World Vision Afghanistan

World Vision unterstützt am Grenzübergang Islam Qala in Herat Rückkehrende mit Soforthilfe, Kinderschutz und psychosozialer Begleitung.

Mädchen in Afghanistan: Einer Zukunft beraubt

Afghanistan ist das einzige Land der Welt, in dem Mädchen keine weiterführende Schule besuchen dürfen. Seit vier Jahren. 2,2 Millionen Mädchen sind davon betroffen, und jedes Jahr, das vergeht, ist ein Jahr, das für immer verloren geht.
Über 150 Erlässe schränken das Leben von Frauen und Mädchen systematisch ein, kein einziger wurde bislang zurückgenommen. Im Juli 2025 erließ der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen die Taliban-Führung wegen Verfolgung aufgrund des Geschlechts.
World Vision arbeitet gemeinsam mit lokalen Strukturen daran, trotz dieser Einschränkungen Lernmöglichkeiten zu schaffen. Wo Schulen nicht zugänglich sind, entstehen sichere Lernräume, in denen Mädchen weiterhin Bildung erhalten können.


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