Stärkung der Reaktionsfähigkeit im Amazonasgebiet
Projektname: Strengthening Response Capacity in the Amazon Basin
Laufzeit: Juni 2026 bis Mai 2028 (24 Monate)
Länder: Brasilien, Peru, Bolivien, Kolumbien, Ecuador und Venezuela
Geber: Europäische Union (ECHO), Kofinanzierung
Partner: : Diakonie Katastrophenhilfe, 3iS, World Vision Brazil, World Vision Peru und lokale Partner Organisationen
Besser vorbereitet, schneller reagieren
Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände gehören für die Gemeinden im Amazonasbecken zum Alltag. In vielen abgelegenen Regionen kann Hilfe erst nach Tagen eintreffen – wenn sie überhaupt ankommt. Schlechte Kommunikationsmöglichkeiten und eine begrenzte staatliche Präsenz verschärfen die Krise, wobei Kinder und ihre Familien die größten Belastungen tragen.
Gemeinsam mit der Diakonie Katastrophenhilfe, 3iS und lokalen Partnern verlagert World Vision den Fokus von der reinen Katastrophenreaktion hin zur Stärkung der Vorsorge. Gemeinden und lokale Organisationen sollen besser darauf vorbereitet werden, frühzeitig zu handeln und Maßnahmen wirksam zu koordinieren.
Wo Abgeschiedenheit Risiken vervielfacht
Das Amazonasgebiet zählt zu den weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen. Wiederkehrende Überschwemmungen, langanhaltende Dürren und zunehmende Waldbrände gefährden Ernten, Trinkwasserversorgung und Gesundheit. Abholzung, illegaler Bergbau und weitere Belastungen schwächen die Ökosysteme, von denen indigene Gemeinschaften und ländliche Bevölkerungsgruppen für ihren Lebensunterhalt abhängig sind.
Frauen, Mädchen, Buben und Männer sind unterschiedlich von diesen Herausforderungen betroffen. Häufig übersteigen die Bedürfnisse die Möglichkeiten von Gemeinden und lokalen Behörden, alleine darauf zu reagieren.
Katastrophenvorsorge von der Gemeinschaft aus stärken
Stärkere Organisationen
Schulungen und Unterstützung für nationale und lokale Organisationen in den Bereichen Katastrophenvorsorge, Bedarfsanalyse und Einsatzplanung.
Gemeinschaftsprotokolle
Entwicklung von Notfallplänen, Kriterien für eine frühzeitige Aktivierung von Maßnahmen sowie digitalen Koordinierungsinstrumenten gemeinsam mit den Gemeinden, basierend auf partizipativen Risikoanalysen.
Bessere Koordination
Klare Abläufe, gemeinsame Übungen und Simulationen, die Gemeinden, lokale Behörden und nationale Organisationen miteinander vernetzen.
Ein regionales Netzwerk
Aufbau eines neuen humanitären Netzwerks für das Amazonasbecken, das indigene Organisationen sowie Akteure der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit zusammenbringt, um Erfahrungen auszutauschen und Maßnahmen zu koordinieren.
Bessere Informationen
Regelmäßige Analysen der humanitären Lage, einschließlich der Beobachtung von Binnenvertreibungen, damit Bedarfe sichtbar werden und Hilfe gezielt eingesetzt werden kann.
Schnelle Hilfe im Krisenfall
Ein Krisenfonds-Mechanismus ermöglicht es lokalen Organisationen, rasch auf plötzliche Notlagen zu reagieren.
Technologie, die auch ohne Internet funktioniert
Das Projekt führt ein einfaches digitales Instrument ein, das Gemeinden und lokale Organisationen dabei unterstützt, auch in Krisensituationen miteinander verbunden zu bleiben. Über alltägliche Kommunikationskanäle wie Messenger-Dienste können Risiken gemeldet, Warnungen empfangen und grundlegende Sicherheitshinweise abgerufen werden.
Lokale Organisationen und Behörden können diese Meldungen verfolgen und für ihre Planungen nutzen. Da viele Gemeinden im Amazonasgebiet nur eingeschränkten oder gar keinen Zugang zum Internet haben, wird das digitale System durch Gemeinderadios, Lautsprecherdurchsagen und die Weitergabe von Informationen durch lokale Führungspersonen ergänzt. So wird sichergestellt, dass Warnungen möglichst alle Menschen erreichen.







