Sudan
Das ausgehöhlte Land

Nothilfe für Kinder in der größten humanitären Krise der Welt

Während die Welt auf andere Krisen blickt, kämpfen im Sudan Millionen Familien ums Überleben. Es ist die größte humanitäre Krise der Welt — und eine der stillsten. Am stärksten betroffen: die Kinder.

Wenn das Ackerland zum Kriegsopfer wird

Seit April 2023 herrscht Krieg im Sudan. 33,7 Millionen Menschen, zwei von drei im Land, brauchen heuer humanitäre Hilfe. Drei von fünf Betroffenen sind Kinder.

Eine neue Satellitenanalyse von World Vision zeigt, was hinter diesen Zahlen steht: Fast 40.000 Quadratkilometer Ackerland, eine Fläche so groß wie die Schweiz, sind seit Kriegsbeginn aus der Produktion gefallen. Betroffen sind auch das Gezira-Bewässerungssystem und der sogenannte „Sorghum-Gürtel“, die traditionell einen Großteil der Nahrungsmittel des Landes liefern. In Süd- und Ost-Darfur ist ein Drittel der Landwirtschaft verschwunden.

Der Sudan war einmal die Kornkammer der Region. Ein Land, das nicht nur sich selbst ernähren könnte, sondern auch seine Nachbarn. Wo Felder verschwinden, endet der Hunger nicht mit dem Krieg.

Seit Kriegsbeginn mussten mehr als 15 Millionen Menschen — jede dritte Person im Sudan — ihr Zuhause verlassen, viele davon mehrfach. Aktuell sind noch immer 6,7 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht, mehr als die Hälfte davon Kinder.

Die Folge: 4,2 Millionen Kinder und schwangere Frauen sind akut mangelernährt, zwölf Prozent mehr als noch im Jahr davor. Gleichzeitig arbeiten sieben von zehn Gesundheitseinrichtungen nicht mehr. Ein mangelernährtes Kind ist damit nicht nur hungrig, es hat keine Kraft mehr, Krankheiten abzuwehren.

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Was wir gemeinsam bewirken

World Vision ist seit Kriegsbeginn 2023 durchgehend im Sudan tätig — mit einem der größten humanitären Einsätze weltweit.

  • Über 5 Millionen Menschen erreicht
  • 12 mobile Kliniken in schwer erreichbaren Regionen
  • 16 kindgerechte Schutzräume für traumatisierte Kinder
  • Über 839.000 Menschen mit Bargeldhilfe unterstützt

So helfen wir

Nahrungsmittel und Ernährung

Wir verteilen Lebensmittel und Bargeldhilfe, damit Familien selbst entscheiden können, was am dringendsten fehlt.

Landwirtschaftliche Nothilfe

Saatgut, Werkzeug und Wissen für Bäuerinnen und Bauern, deren Felder durch den Krieg zerstört wurden — damit aus Nothilfe wieder Ernte wird.

Sauberes Wasser und Hygiene

Wo Infrastruktur zerstört ist, bauen wir Wasserstellen auf und verteilen Hygienekits.

Kinderschutz und psychosoziale Unterstützung

In kindgerechten Schutzräumen finden Kinder einen Ort, an dem sie wieder Kinder sein dürfen.

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Direkt vor Ort.


Häufig gestellte Fragen

Der Sudan erlebt seit April 2023 einen verheerenden Krieg. Fast 33,7 Millionen Menschen brauchen 2026 humanitäre Hilfe, 6,7 Millionen sind aktuell innerhalb des Landes vertrieben — insgesamt mussten seit Kriegsbeginn mehr als 15 Millionen Menschen fliehen. Eine Satellitenanalyse von World Vision zeigt, dass seither fast 40.000 Quadratkilometer Ackerland aus der Produktion gefallen sind — eine Fläche so groß wie die Schweiz. In Teilen von Darfur und Kordofan droht eine Hungersnot.

World Vision ist seit Beginn des Krieges im April 2023 durchgehend im Sudan tätig, mit zwölf mobilen Kliniken und sechzehn kindgerechten Schutzräumen im ganzen Land.

World Vision ist eine humanitäre Hilfsorganisation und handelt unparteiisch und neutral, allein nach dem Bedarf der betroffenen Menschen.

Geldspenden können gezielt und flexibel dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten benötigt werden. Sachspenden verursachen hohe Kosten für Transport und Logistik.